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Aktuell





Allzweckwaffe „AquaCycling“


Veröffentlicht: 19.02.2013 13:42
Radfahren in Wasser bietet für Patienten wie Gesundheitssportler gleichermaßen ein effektives Training und zudem eine gute Möglichkeit, ein Bewegungsbad einer Klinik oder eines Therapiezentrums attraktiver für Patienten, externe Gäste und Mitarbeiter zu gestalten.

Ein gutes Praxisbeispiel für die Integration unterschiedlicher Zielgruppen ist die Rehaklinik Sankt Marien in Bad Bellingen. Hier finden im Bewegungsbad der Klinik fast 20 AquaCycling-Kurse mit über 150 Teilnehmern wöchentlich statt. Darunter auch zwei Mitarbeiterkurse, denn auch betriebliches Gesundheitsmanagement spielt in Bad Bellingen eine wichtige Rolle.

Radfahren im Wasser – genannt AquaCycling – wird ähnlich dem Indoor-Cycling im Fitness-Studio auf Ergometern (Aquarider) durchgeführt, die fürs Wasser geeignet sind und in ein Schwimmbecken mit 1,10 bis 1,60 Metern Wassertiefe gestellt werden. Dank vieler verschiedener Einstellmöglichkeiten können diese Aquabikes optimal und individuell auf jeden Trainierenden angepasste werden, so dass jede Person zielgerichtet trainieren kann. Dabei ist die exakte Steuerung der Belastungsintensität die Voraussetzung für ein zielgerichtetes und erfolgreiches Training.

Im Gegensatz zu Fahrradergometern an Land reguliert der Aquarider den Widerstand nicht über eine Bremse, sondern über variable Widerstandsplatten, die an den Tretkurbel stufenweise verstellbar sind und als Reibungswiderstand im Wasser fungieren. Um den Einsatz des Aquarider in Therapie und wissenschaftlichen Untersuchungen im Sinne einer möglichst exakten Quantifizierung der Leistung anhand des Sauerstoffverbrauchs zu ermöglichen, wurde am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln unter Leitung von Herr Prof. Dr. med. Wilhelm Bloch eine Studie zur Quantifizierung der Leistung auf dem Unterwasserergometer durchgeführt. In dieser Studie absolvierten Sporthochschulstudenten einen identischen spiroergometrischen Untersuchungsgang bei verschiedenen Tretfrequenzen und Widerständen an Land und im Wasser.

Training im Wasser
Eine Erkenntnis der Studie lautete: Im Wasser bekommt man es mit den besonderen physikalischen Eigenschaften (Hydrostatik) des Wassers zu tun - das heißt, der Körper erfährt durch das Wasser einen Auftrieb, wodurch sich der Körper leichter anfühlt und die subjektive Belastung weniger anstrengend und angenehmer erscheinen lässt.

Tatsächlich ist die Herzfrequenz bei gleicher Belastung als an Land im Wasser niedriger. Das haben die Studien von Prof. Dr. med. Wilhelm Bloch ergeben. Durch die Erhöhung des zentralen Blutvolumens wird das Training zudem effektiver als an Land und der Fettstoffwechsel verdoppelt sich nahezu.

Außerdem werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet, was vor allem übergewichtigen Personen und Menschen mit Gelenksbeschwerden entgegenkommt. Wasser weist eine achthundert Mal höhere Dichte als Luft auf, was zur Folge hat, dass der Widerstand im Wasser bei allen Bewegungen höher ist als an Land. Dies bedeutet: Wasser alleine ist bereits ein Trainingsgerät und verhindert das Entstehen von Muskelkater durch rein konzentrische Bewegungsabläufe.

Aqua Cycling im Gesundheitsport
AquaCyling ist effektiv und für alle Zielgruppen und Leistungsklassen geeignet. Gratis zum Training gibt es außerdem eine Wassermassage dazu. Der Wasserdruck strafft das Gewebe und verbessert die Durchblutung.

Das Training findet im Kurssystem unter kompetenter Anleitung von geschulten Trainern statt, in der Gruppe und mit motivierender Musik. Dabei ist die exakte Steuerung der Belastungsintensität die Voraussetzung, für ein zielgerichtetes und erfolgreiches Training, das den ganzen Körper fördert sowie Kraft, Koordination und Ausdauer gleichermaßen trainiert.

AquaCycling in der Therapie
Eine aktuelle AquaCycling-Studie, die an der Schweizer Klinik Valens mit Multipler Sklerose-Patienten durchgeführt wurde zeigt zudem: Die Brain-derived neurotophic factors (BDNF) Konzentrationen waren beim Radeln unter Immersion im Wasser ausgeprägter und zeigten signifankt höhere Werte als im Vergleich zum Training an Land. Das Ergebnis beruht auf der Bestimmung der Konzentrationen des BDNF nach einem dreiwöchigen Ausdauertraining, das standardisiert auf einem herkömmlichen Fahrradergometer oder einem Wasserfahrrad durchgeführt wurde. Die Untersuchung zeigt somit, dass Aqua-Cycling eine effiziente Trainingsmethode während der Rehabilitation von MS-Patienten sein kann.
Zusammengefasst
AquaCycling ist:
- geeignet für sehr viele unterschiedliche Zielgruppen (ältere, übergewichtige Menschen, - Sportler ect.), ideal nach Verletzungen
- ein gelenkschonendes Training mit hohem Kalorienverbrauch
- ein Training mit sehr geringem Überlastungs- und Verletzungsrisiko (geringe Sturzgefahr)
- ein gutes Ganzkörpertraining (Kraft, Koordination, Ausdauer) und Herz-Kreislauftraining – - auch für bspw. Diabetiker, Asthmakranke und adipöse Menschen geeignet
- ein motivierendes Gruppentraining (Anleitung und Musik)
- ein Bewegungskonzept, das soziale Faktoren integriert

Vorteile von Bewegung im Wasser:
- durch den Auftrieb „fühlt man sich schweben“
- Bewegungen fallen einem leichter
- Wasser hat eine höhere Dichte als Luft, dadurch müssen höhere Widerstände bewältigt werden und das Training wird effektiver
- zusätzliche Massagewirkung des Wassers

Quelle: www.aqua-kinetics.de



Was tun bei akuten Bandscheiben-Problemen
von Steuermann
Veröffentlicht: 26.06.2012 08:44

Wer unter plötzlichen Rückenschmerzen mit Verdacht auf Bandscheibenvorfall leidet, sollte sich zunächst hinlegen, um die Wirbelsäule zu entlasten und die verkrampfte Muskulatur bei der Entspannung zu unterstützen. Wichtig zu wissen: Was soll man tun, wenn der Rückenschmerz auftritt? Wie kann man schnell "die Situation entlasten" ?

Was tun bei akuten Schmerzen im Rücken?
„Bei akuten Rückenschmerzen hat sich die Stufenlagerung bewährt, bei der Betroffene sich auf den Rücken legen und je nach Bequemlichkeit die Unterschenkel auf Kissen, Decken oder einen Hocker hochlagern. Diese Maßnahme sorgt für eine Entlastung der Wirbelsäule und lindert die Beschwerden“, rät Dr. Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen in Krefeld. „Um zu verhindern, dass sich aufgrund der Schmerzen auch die Muskulatur um den Bandscheibenvorfall verkrampft und so die Schmerzen noch verschlimmert werden, sollten
Schmerzmittel eingenommen werden.

Wärme kann bei Rückenschmerzen helfen
Ein Heizkissen, eine Wärmflasche oder ein Wärmepflaster auf der schmerzenden Stelle kann ebenfalls für Entspannung sorgen und einen leichten schmerzstillenden Effekt haben.“ Die Beschwerden sollten dann unbedingt von einem Neurologen abgeklärt werden, um eine gezielte Behandlung einleiten zu können.

Die Diagnose vom Arzt ist wichtig
Für eine genaue Diagnose führt der Arzt zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten durch. „Verschiedene Gehversuche, die Haltung des Patienten und mögliche Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühle geben weiteren Aufschluss darüber, ob und wo sich ein Bandscheibenvorfall eingestellt hat. Zur weiterführenden Diagnostik können dann auch eine Kernspintomographie oder eine Computertomographie durchgeführt werden“, erläutert der Neurologe.

Oft reichen Krankengymnastik / Physiotherapie und Medikamente vom Arzt
Bei einem Großteil der Patienten reichen konservative Therapieverfahren aus, um die Beschwerden innerhalb von zwei bis drei Wochen zu lindern. „Schmerzmittel, Medikamente zur Muskelentspannung, Krankengymnastik sowie Wärmeanwendungen und eventuell auch Akupunktur führen im Normalfall zum Erfolg. Die Medikamente sollten dabei nach dem ärztlich verordneten Plan eingenommen werden“, ergänzt der Mediziner. Bei schwerwiegenden Bandscheibenvorfällen mit gravierenden neurologischen Ausfällen oder chronischen Beschwerden kann eine Operation notwendig sein. Dabei werden heutzutage auch endoskopische Verfahren eingesetzt.

Die meisten Bandscheibenvorfälle betreffen die Lendenwirbelsäule
Die meisten Bandscheibenvorfälle betreffen die Lendenwirbelsäule und treten zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf. Vorbeugen kann man Bandscheibenvorfällen durch einen ausgewogenen Wechsel von Be‐ und Entlastung der Wirbelsäule, durch Vermeidung von Übergewicht sowie durch einen ergonomischen Arbeitsplatz und rückengerechte Schuhe.

Kinesiotape - Das Schmerzmittel der Zukunft

Das Kinesiotape ermöglicht einen vielfältigen Einsatz, nicht nur bei Muskelverspannungen und Gelenkbeschwerden. Es wird vorwiegend in der Schmerztherapie eingesetzt und ergänzt dabei viele Behandlungstechniken wie z.B. die Krankengymnastik, die manuelle Therapie oder die Massage.

Das Prinzip ist so simpel wie effektiv: durch das Kinesiotape wird die Haut an der betroffenen Stelle wellenförmig angehoben. Aufgrund der darauf folgenden Druckentlastung, wird die Lymph- und Blutzirkulation im Gewebe stimuliert und der Schmerz lässt nach.

Das Kinesiotape unterscheidet sich allerdings grundsätzlich von den bisher bekannten Methoden des Bandagierens und Verbindens. Es ist im Gegensatz zum herkömmlichen Tape elastisch, und schränkt den Patienten so in seiner Bewegung nicht ein. Das Kinesiotape ist auf Baumwollbasis mit einer Acrylbeschichung gefertigt und beeinhaltet keine Arzneistoffe. Seine Wirkung beruht einzig auf der Anlegetechnik und ist somit sehr schonend.

Anwendungsgebiete der Kinesiotape Methode:

Kopfschmerzen, Migräne
Tennisarm
Hexenschuss
Lymphödeme
Gelenkbeschwerden
Schmerzen aller Art

Das Kinesiotape gibt es in verschiedenen Ausführungen, seine Wirkung ist aber immer gleich.